Wer erstmals über Google Ads nachdenkt, stellt meist sehr schnell die Frage: Wie viel Geld muss ich dafür eigentlich investieren?
Gerade für Heilpraktiker und Heilpraktiker für Psychotherapie ist diese Frage wichtig. Eine Praxis verfügt normalerweise nicht über das Werbebudget eines großen Unternehmens. Deshalb sollte das vorhandene Budget möglichst gezielt eingesetzt und anhand tatsächlicher Ergebnisse bewertet werden.
Was kosten Google Ads für Heilpraktiker?
Bei Google Ads gibt es keinen festen Preis für eine Anzeige. Bei klassischen Suchanzeigen entstehen Kosten in der Regel dann, wenn ein Nutzer auf die Anzeige klickt.
Wie hoch dieser Klickpreis ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem Wettbewerb, Region, Suchbegriff, Anzeigenqualität und die jeweilige Suchsituation.
Zwei Praxen können für ähnliche Leistungen unterschiedliche Kosten haben, wenn sie in verschiedenen Regionen werben oder unterschiedliche Suchbegriffe verwenden.
Tagesbudget und tatsächliche Kosten sind nicht dasselbe
In einer Google-Ads-Kampagne wird ein durchschnittliches Tagesbudget festgelegt. Dieses Budget bestimmt, wie viel grundsätzlich für die Kampagne zur Verfügung steht.
Ein höheres Tagesbudget bringt jedoch nicht automatisch mehr Patienten.
Wenn eine Kampagne bei unpassenden Suchanfragen erscheint, kann auch ein großes Budget schnell verbraucht werden. Deshalb sollte zuerst geklärt werden, welche Suchanfragen tatsächlich für die Praxis relevant sind.
Welches Startbudget ist für Heilpraktiker sinnvoll?
Gerade zu Beginn sollte das Budget nicht zu knapp angesetzt werden. Eine Google-Ads-Kampagne braucht ausreichend Klicks und – sobald sie entstehen – Conversion-Daten, damit überhaupt erkennbar wird, welche Suchbegriffe, Anzeigen und Einstellungen funktionieren.
Aus der praktischen Arbeit mit kleineren, regionalen Kampagnen ist für eine neu gestartete Kampagne für Heilpraktiker Psychotherapie häufig ein Tagesbudget von mindestens etwa 15 bis 20 Euro ein sinnvoller Ausgangspunkt.
Je nach Region, Wettbewerb, Suchvolumen und Klickpreisen kann allerdings auch ein höheres Budget erforderlich sein.
Ein sehr kleines Tagesbudget klingt zunächst vorsichtig. Wenn dadurch aber nur wenige relevante Klicks entstehen, dauert es sehr lange, bis genügend Daten vorhanden sind, um die Kampagne sinnvoll beurteilen und optimieren zu können.
Das bedeutet nicht, dass Google einen festen Mindestbetrag von 15 oder 20 Euro vorschreibt. Es ist vielmehr eine praktische Frage: Reicht das Budget aus, um in einem angemessenen Zeitraum genügend relevante Daten zu erhalten?
Der Klickpreis allein sagt wenig über den Erfolg aus
Viele Werbetreibende konzentrieren sich zunächst auf den durchschnittlichen Klickpreis. Ein niedriger Klickpreis wirkt attraktiv – ist aber nicht automatisch wirtschaftlich.
Eine Kampagne kann beispielsweise viele günstige Klicks erzeugen. Wenn diese Besucher jedoch überwiegend Informationen suchen und keinen Termin vereinbaren, helfen die günstigen Klickpreise der Praxis wenig.
Eine andere Kampagne kann höhere Klickpreise haben, dafür aber Menschen erreichen, die bereits konkret eine therapeutische Praxis suchen.
Was darf ein neuer Patient kosten?
Genau an dieser Stelle verändert sich die Betrachtung von Google Ads.
Statt nur zu fragen „Was kostet mich ein Klick?“, ist für eine Praxis langfristig die Frage „Was kostet mich ein neuer Patient?“ wesentlich interessanter.
Nehmen wir als vereinfachtes Beispiel an, eine Sitzung kostet in einer Praxis 100 Euro.
Ein neuer Patient nimmt häufig nicht nur einen einzigen Termin wahr. Kommt ein Patient mehrfach, liegt der wirtschaftliche Wert dieses neu gewonnenen Kontakts entsprechend über dem Honorar einer einzelnen Sitzung.
Kostet die Gewinnung eines neuen Patienten über Google Ads beispielsweise 30 bis 50 Euro, sollte dieser Betrag deshalb nicht nur mit der ersten Sitzung, sondern mit dem möglichen gesamten Verlauf betrachtet werden.
Die genannten 30 bis 50 Euro sind dabei kein garantierter Preis für einen neuen Patienten. Die tatsächlichen Kosten können je nach Praxis, Region, Wettbewerb, Kampagne und Conversion-Rate deutlich abweichen.
Das Beispiel zeigt vielmehr, welche wirtschaftliche Betrachtung hinter einer Kampagne stehen sollte.
Das Ziel ist nicht, einen neuen Patienten kostenlos zu gewinnen. Ziel ist es, einen wirtschaftlich vertretbaren Betrag für die Gewinnung eines passenden neuen Patienten einzusetzen.
Eine wichtige Frage vor dem Kampagnenstart
Bevor eine Praxis Google Ads startet, lohnt sich deshalb eine einfache wirtschaftliche Überlegung:
Ob beispielsweise 30, 40 oder 50 Euro für einen neuen Patienten wirtschaftlich sinnvoll sind, kann deshalb von Praxis zu Praxis unterschiedlich sein.
Kosten pro Anfrage statt nur Kosten pro Klick
Um diese Frage überhaupt beantworten zu können, müssen nicht nur Klicks, sondern auch die gewünschten Ergebnisse gemessen werden.
Je nach Website und Buchungssystem können beispielsweise abgeschickte Kontaktanfragen oder erfolgreiche Terminbuchungen als Conversion erfasst werden.
Dadurch lässt sich beispielsweise berechnen:
Ein einfaches Rechenbeispiel
Angenommen, eine Praxis investiert innerhalb eines bestimmten Zeitraums 300 Euro in Google Ads.
Daraus entstehen sechs relevante, im Tracking erfasste Terminbuchungen.
Ob diese 50 Euro wirtschaftlich attraktiv sind, hängt vom Angebot der Praxis und davon ab, was aus den jeweiligen Erstkontakten entsteht.
Wovon das benötigte Google-Ads-Budget abhängt
- Standort und Einzugsgebiet der Praxis
- Wettbewerb in der jeweiligen Region
- Suchvolumen der relevanten Keywords
- durchschnittliche Klickpreise
- Spezialisierung und Angebot der Praxis
- Qualität und Relevanz der Landingpage
- Anteil der Besucher, die Kontakt aufnehmen oder einen Termin buchen
- Anzahl der gewünschten neuen Patienten
Die richtigen Keywords beeinflussen die Kosten
Besonders wichtig ist die Auswahl der Suchbegriffe. Sehr allgemeine Keywords können viel Reichweite erzeugen, gleichzeitig aber Menschen erreichen, deren Suchabsicht nicht zum Angebot der Praxis passt.
Für eine regional arbeitende Praxis können beispielsweise konkrete Kombinationen aus Leistung, Problemstellung und Standort interessant sein.
Gleichzeitig sollten die tatsächlichen Suchanfragen regelmäßig kontrolliert und irrelevante Suchbegriffe ausgeschlossen werden.
Einen grundlegenden Überblick über den gesamten Kampagnenaufbau finden Sie in unserem Ratgeber Google Ads für Heilpraktiker Psychotherapie: So gewinnen Sie neue Klienten .
Wann wird Google Ads unnötig teuer?
Nicht jeder hohe Klickpreis ist automatisch ein Problem. Unnötig teuer wird Werbung vor allem dann, wenn für Klicks bezahlt wird, die kaum eine Chance haben, zum gewünschten Ergebnis zu führen.
Typische Ursachen können sein:
- zu allgemein gewählte Keywords
- fehlende Ausschlussbegriffe
- ein zu großes oder unpassendes geografisches Gebiet
- Anzeigen, die nicht zur Suchintention passen
- eine unklare oder langsame Landingpage
- komplizierte Kontakt- oder Buchungswege
- fehlendes Conversion-Tracking
Mehr Budget ist nicht automatisch die Lösung
Wenn eine Kampagne keine Anfragen erzeugt, ist die Erhöhung des Budgets nicht automatisch der richtige nächste Schritt.
Zunächst sollte geprüft werden, ob die Kampagne überhaupt die richtigen Menschen erreicht. Danach folgen Suchanfragen, Anzeigen, Landingpage, Buchungsweg und Conversion-Tracking.
Erst wenn dieser Weg funktioniert, lässt sich sinnvoll beurteilen, ob zusätzliches Budget eingesetzt werden sollte.
Google Ads mit celAItron
Google Ads für Heilpraktiker Psychotherapie
celAItron entwickelt und optimiert Google-Ads-Kampagnen für Heilpraktiker Psychotherapie – von der Keyword-Struktur über Conversion-Tracking bis zur laufenden Auswertung der Kampagnendaten.
Gründerin Dr. Mareike Dittmer ist selbst Heilpraktikerin für Psychotherapie und verbindet damit technisches Google-Ads-Know-how mit praktischem Verständnis für die Anforderungen einer psychotherapeutischen Praxis.
Google Ads für Heilpraktiker PsychotherapieHäufige Fragen
Fragen zu Google-Ads-Kosten für Heilpraktiker
Wie viel Budget sollte ich für Google Ads einplanen?
Das hängt von Region, Wettbewerb, Suchvolumen und Klickpreisen ab. Für kleinere regionale Kampagnen kann ein Startbudget von etwa 15 bis 20 Euro pro Tag ein sinnvoller Ausgangspunkt sein, damit ausreichend Daten für die Bewertung und Optimierung entstehen können.
Braucht Google Ads mindestens 15 oder 20 Euro am Tag?
Es gibt keinen allgemeinen festen Mindestbetrag von Google. Ein zu niedriges Tagesbudget kann jedoch dazu führen, dass nur sehr wenige relevante Klicks und Conversions entstehen und die Optimierung dadurch deutlich länger dauert.
Was darf ein neuer Patient über Google Ads kosten?
Das hängt vom Honorar, der durchschnittlichen Anzahl der Sitzungen, den Praxiskosten und der verfügbaren Kapazität ab. Bei einem Honorar von beispielsweise 100 Euro pro Sitzung können Akquisekosten von 30 bis 50 Euro wirtschaftlich interessant sein, wenn ein neu gewonnener Patient mehrere Termine wahrnimmt. Dies ist ein Rechenbeispiel und keine Garantie für tatsächlich erreichbare Akquisekosten.
Ist ein niedriger Klickpreis immer besser?
Nein. Ein günstiger Klick ist wenig wert, wenn die Person nicht zum Angebot der Praxis passt. Für die wirtschaftliche Bewertung sind passende Anfragen und Conversions wichtiger als der Klickpreis allein.
Warum ist Conversion-Tracking wichtig?
Erst durch Conversion-Tracking lässt sich erkennen, welche Kampagnen, Suchbegriffe und Anzeigen nicht nur Klicks, sondern tatsächlich Kontaktanfragen oder Terminbuchungen erzeugen.
